Weniger Fleisch für Seniorenheimbewohner

Eine Senioreneinrichtung in Bochum möchte bei Ihren Mitbewohnern künftig Einsparungen beim Fleisch vornehmen. Der Fleischanteil bei den Mahlzeiten soll, wenn auch nicht ganz wegfallen, so doch entsprechend stark reduziert werden.

Dreimal dürfen Sie raten, was da los ist!

Natürlich! Schon wieder Klimawandel! Aus Gründen des Klimaschutzes verfährt man so, denn die älteren Damen und Herren aus dem Seniorenheim kommen auf 8 Tonnen CO2 und das ist vom Pariser Klimaabkommen nicht vorgesehen, die gestehen nämlich nur ein Achtel dessen zu. Hoffentlich findet diese äußerst fragwürdige Einsparmaßnahme keine Nachahmer. Wie bei Kindern ist bei den älteren Mitbürgern eine ausreichend gute und abwechslungsreiche Versorgung mit allen Nährstoffen besonders wichtig und darum zählt auch Fleisch dazu. Mag man vegan lebenden Eltern das auch schwer begreiflich machen, so mancher Arzt spricht hier öffentlich von Körperverletzung gegenüber dem Kind.

Apropos Kind, wussten Sie, dass Babys die größten Klima-Killer sein sollen?

Zitat Berliner Morgenpost:

  • Ein Kind weniger zeugen spart 58,6 Tonnen CO2 pro Jahr pro Kopf ein.
  • Auto-frei leben spart 2,4 Tonnen CO2 pro Jahr pro Kopf ein.
  • Einen Transatlantikflug weniger spart 1,6 Tonnen CO2 pro Jahr pro Kopf ein.
  • Eine vegetarische Ernährung spart 0,82 Tonnen CO2 pro Person im Jahr ein.

Unter solchen Gesichtspunkten gewinnt der Aktionismus des besagten Altenpflegeheims zunehmend an Bedeutungslosigkeit wäre die Geschichte nicht so traurig.

Verbieten wir bald die Geburt von Kindern? OK, jetzt wird es langsam unheimlich und die trashigsten Science-Fiction- und Endzeit-B-Movies erheben sich zum erneuten Realitätscheck. Nun war der Umgang mit den erhobenen Daten nicht unbedingt hochwissenschaftlich, wirft für viele dennoch äußerst interessante Fragen auf.

Zurück zum Thema: alten Menschen wird in ihren letzten Lebensjahren das Recht auf Selbstbestimmung aberkannt und unter dem Deckmantel eines umweltbewusst geführten Seniorenheims schlicht und einfach nur Geld eingespart, soweit meine persönliche Meinung. Angesichts der Kosten eines solchen Platzes nun mit fleischloser Bolognese und ähnlichem aufzuwarten wie es in dem Artikel beim Redaktionsnetzwerk Deutschland steht, ist schlichtweg eine Entmündigung und Bevormundung der Bewohner. Die auf zweifelhafte Weise möglicherweise eingesparten Kosten werden so in Richtung ärztliche Untersuchung verschoben, um mögliche Mangelerscheinungen zu diagnostizieren und ihnen entgegenzuwirken. Derlei Handlungen widersprechen wir ganz entschieden.

Anbei ein paar interessante Links zur Thematik fleischloser Ernährung bei Kindern, bei unseren älteren Mitbürgern war das in der Art bisher noch nicht kommuniziert worden:

 

Zum Thema Fastfood (teilweise etwas provokant)