Was ist Crowdbutching?

Kühe im Sonnenuntergang

Ein Landwirt bietet sein Tier auf seiner Webseite oder einer anderen Plattform im Internet an und Interessenten erwerben ihre Anteile an speziell diesem Tier. Ist das Tier, meistens ist es Kuh oder Schwein – andere Tiere sind aber prinzipiell auch möglich – komplett verkauft, geht es in die Schlachtung. Das System ist nicht mehr ganz neu aber noch nicht so stark verbreitet. Soweit zur Klärung des Begriffes Crowdbutching, die Nähe zu Crowdfunding mag hier beabsichtigt sein, viele Menschen teilen sich ein Tier oder eben eine Investition.

Selbstredend, dass dies kein Massengeschäft ist und mit den Siegeln Bio und Öko hausieren gegangen wird. Es wird nichts auf Masse produziert und geschlachtet, sondern nur das Tier, was gerade wirklich gebraucht wird und quasi schon verkauft ist. Natürlich dauert es da schon mal etwas länger, bis das Gewünschte auf den Tisch kommt. Ein Weg für Regionalität und Tierwohl lässt sich so zumindest im ländlichen Raum realisieren. In Großstädten wird sich das in meinen Augen nicht oder nur sehr eingeschränkt umsetzen lassen und dann höchstens parallel aber nicht als Ersatz zur herkömmlichen Fleischbeschaffung dienen können.

Weitere Vorteile liegen auf der Hand. Mag auch der Begriff neueren Ursprungs sein, ist die Art der Vermarktung sehr ursprünglich. Früher lies der Bauer verlauten, wenn er zu Schlachten gedachte und die Interessenten meldeten sich für die unterschiedlichsten Teile des Tieres. Es ist leichter, die Herkunft des Fleisches zu verfolgen und dieses Fleisch schmeckt wie bei ihrem lokalen Metzger auch wirklich so wie Fleisch eben schmecken sollte, auch die Konsistenz ist dementsprechend. Ich mag kein Fleisch mehr in der Pfanne haben, welches nach kurzem Anbraten in Wasser schwimmt, das habe ich bisher nur bei Discounterware erlebt. Und was eigentlich gebraten werden sollte, wird in Wasser gekocht oder gedünstet. Der discounttreue Fleischkäufer weiß nur leider gar nicht, wie groß die Unterschiede sind und schaut mehr auf Quantität und den Geldbeutel denn auf Qualität. Das somit auch weniger „Gesundes“ auf den Tisch kommt, präventive Antibiotikagaben, Separatorenfleisch etc. interessiert hierbei einige Verbraucher derart wenig, ungläubiges Kopfschütteln unsererseits ist da vorprogrammiert.

Die Anbieter der Webseite einstueckland.de haben für diese Art des Fleischverkaufs mit Ihrer Webseite den 1. Preis in Schleswig-Holstein in der Preiskategorie „Digitalisierung in der Logistik“ bekommen. Im Rahmen der Kieler Woche fand am 11. September die Preisverleihung statt. Der Digitalisierungspreis „Best of Digitales.SH“ ist eine Auszeichnung für herausragende Projekte, welche im Zuge der Digitalisierung entsprechend Aufmerksamkeit verdienen, so ähnlich wird auf den Infoseiten des Landes Schleswig-Holstein dafür geworben. – Markus Kukla

 

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