Die Politik muss endlich handeln.

Wettbewerb belebt das Geschäft – aber nur unter fairen Bedingungen. Die Politik muss endlich handeln.

Statement von Wilfried Kurrat, Gründer der Regiowelt

Ich bin Unternehmer, Entwickler und Architekt eines Systems, das die regionale Wirtschaft stärkt. Ich habe regiowelt gegründet, weil ich gesehen habe, wie Metzger und Bäcker – die tragenden Säulen unserer regionalen Versorgung – systematisch benachteiligt werden. Sie liefern täglich Leistung, Verantwortung und Ausbildung. Und sie werden dafür bestraft.

Zertifikate sind wichtig. Aber sie sind nur der kleinste Teil. Was zählt, ist das System dahinter: wissenschaftlich fundierte Standards, klare Kommunikation, öffentliche Sichtbarkeit und politische Rückendeckung. Genau hier versagt die Politik seit Jahren.

Konkret für Metzger und Bäcker:

  • Ein Handwerksbetrieb  mit 5 -30 Mitarbeitenden darf nicht denselben Dokumentationsaufwand haben wie ein Industriekonzern mit 500 Angestellten und eigener Rechtsabteilung.
  • Hygiene-, Nachweis- oder Kontrollpflichten, die für Großbetriebe konzipiert wurden, überfordern kleine Handwerksbetriebe, ohne dass sie dort denselben Nutzen bringen.
  • Förderprogramme, Ausschreibungen oder Zertifizierungsanforderungen, die auf Masse und Skalierung ausgerichtet sind, schließen Handwerks-Betriebe systematisch aus.
  • Marktzugang ist verzerrt: Industrieware wird durch Marketing, Preisgestaltung und politische Untätigkeit bevorzugt.

Der Staat reguliert – aber nicht dort, wo es dringend nötig wäre:

  • Finanzmärkte: Zugang, Werbung und Produkte sind streng reguliert – zum Schutz von Vertrauen und Stabilität.
  • Energieversorgung: Preisdeckel, Einspeisevergütung, Herkunftsnachweise – alles staatlich gesteuert.
  • Landwirtschaft: Subventionen, Herkunftskennzeichnung, Mengensteuerung – Eingriffe zur Sicherung regionaler Produktion.
  • Pflege und Gesundheit: Qualitätsstandards, Dokumentationspflichten, Förderprogramme – politisch verankert und kontrolliert.
  • Bauwirtschaft: Zertifizierungspflichten, Ausschreibungsregeln, Förderlogiken – staatlich gelenkt.
  • Wir gönnen jeder dieser Branchen ihre Förderung, ihre Schutzmechanismen und ihre politische Unterstützung. Aber wir fordern: Gleichbehandlung für das Lebensmittelhandwerk. Metzger und Bäcker leisten täglich Versorgung, Ausbildung und soziale Verantwortung – und werden dafür strukturell benachteiligt.

 Bürokratieabbau mit Augenmaß – was das konkret für mich bedeutet:

Nicht jeder Betrieb darf gleich behandelt werden, wenn die Voraussetzungen völlig unterschiedlich sind. regiowelt  Betriebe wie Metzger und Bäcker arbeiten regional, ausbildungsstark und mit begrenzten Ressourcen. Sie dürfen nicht denselben bürokratischen Aufwand tragen wie Industriekonzerne mit eigener Rechtsabteilung.

„Bürokratieabbau mit Augenmaß“ heißt für mich:

  • Anpassung statt Gleichmacherei: Regeln müssen sich an der Realität kleiner Betriebe orientieren.
  • Entlastung dort, wo Verantwortung gelebt wird: Wer ausbildet, regional versorgt und soziale Verantwortung übernimmt, braucht gezielte Entlastung.
  • Förderung durch Differenzierung: regiowelt und alle weiteren regionalen Handwerksbetriebe brauchen andere Zugänge zu Förderung, Zertifizierung und Sichtbarkeit als Großbetriebe.

Wer ungleiche Marktteilnehmer gleich behandelt, fördert Ungleichheit. Wer mit Augenmaß reguliert, schafft echten Wettbewerb und belebt das Geschäft dort, wo Qualität entsteht.

 Ich fordere als Gründer der regiowelt:

  1. Sektorspezifische Regulierung für Bäcker und Metzger-Betriebe – analog zu Landwirtschaft, Pflege und Energie.
  2. Rechtliche Anerkennung reputationsstarker Zertifizierungen – mit Schutzwirkung und öffentlicher Sichtbarkeit.
  3. Bürokratieabbau mit Augenmaß – keine Gleichbehandlung von ungleichen Marktteilnehmern.
  4. Förderung statt Behinderung – für Betriebe, die Ausbildung, Integration und regionale Versorgung sichern.
  5. Verbraucherschutz durch Klarheit – Herkunft, Qualität und Verantwortung müssen politisch gestützt und kommuniziert werden.

Metzger und Bäcker sind keine Randfiguren. Sie sind systemrelevant. Sie verdienen nicht nur Respekt – sie verdienen faire Bedingungen. Die Politik muss handeln. Jetzt.

Kontakt: w.kurrat@regiowelt.de Telefon: 02631-9412733 Bei uns sind Sie in der Betriebsberatung gut aufgehoben.

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